Wie man einen perfekten Flat White zubereitet
Kurz vorab:
Der Flat White vereint intensiven Espresso – oft als doppelter Ristretto – mit samtig-cremigem Milchschaum und bietet so ein kraftvolles, dennoch harmonisches Geschmackserlebnis. Ideal für alle, die Cappuccino mögen, aber mehr Kaffeearoma wünschen. Perfekt zum Ausprobieren und Verfeinern zuhause.
Bei einem Flat White handelt es sich um einen Cappuccino, welcher ursprünglich aus Neuseeland und Australien stammt. Der Name stammt wohl daher, dass der Flat White mit der typischen Latte Art, welche ja bekanntermaßen Weiß ist, am Tassenrand flach abschließt, ein flacher Weißer sozusagen. Er wird nun schon seit einiger Zeit in vielen Restaurants, darunter auch bekannten Kaffeeketten wie Starbucks angeboten. Durch seine etwas kräftigere Note erfreut sich der Flat White gerade in letzter Zeit großer Beliebtheit und ist aus der Kaffeeszene nicht mehr wegzudenken.
Grundsätzlich kann man den Flat White als etwas kräftigeren Caffè Latte bezeichnen, da er einen intensiveren Kaffeegeschmack dank geringerer Milchschaumdicke aufweist. Das Rezept für einen Flat White beginnt mit einem doppelten Espresso. Für die Zubereitung wird auch gerne ein Ristretto verwendet.
Dieser kommt bei gleicher Menge Kaffeepulver nur auf das halbe Volumen, ist also deutlich stärker als normaler Espresso. Daher sollte für einen flat White ein doppelter Ristretto verwendet werden.
Der Ristretto gilt beim Flat White als echter Geheimtipp, da durch ihn ein sehr viel intensiveres Geschmackserlebnis erreicht wird. Einen Ristretto stellt man übrigens her, indem man den Mahlgrad der Bohnen feiner als gewöhnlich einstellt, da hierdurch auch weniger Wasser stärker aufgebrüht wird.
Der Espresso oder der doppelte Ristretto bilden damit die Grundlage eines jeden guten Flat White. Außerdem wird aufgeschäumte Milch benötigt. Diese wird ähnlich wie beim Cappuccino aufgeschäumt. Perfekt ist der Milchschaum, wenn er flüssig-cremige Konsistenz aufweist und nicht dicker als 5mm ist.
Trotzdem ähnelt der Flat White dem Cappuccino stark, was daran liegt, dass sie in derselben Tasse serviert werden. Daher verwechseln viele die beiden Kaffeearten.
Das deutlichste Unterscheidungsmerkmal liegt wohl im Milchschaum. Während der Cappuccino einen tiefen recht festen Schaum aufweist, welcher sich gerne über die Tasse hebt, kommt beim Flat White ein cremigerer, feinporiger und dünnerer Milchschaum obenauf, welcher im Idealfall gerade mit der Tasse abschließt.
Die Zubereitung
Wollen sie nun selbst einen Flat White zubereiten, empfiehlt sich der Mahlgrad fein, um das Aroma des Flat White zu verbessern. So kommen bei einem Flat White auf 30ml Espresso circa 140ml Milch. Die Milch ist bis circa 60 Grad Celsius zu erwärmen und dann in den Kaffee zu geben.
Obenauf kommt danach noch der Milchschaum. Dieser ist am einfachsten mit einer Dampflanze zuzubereiten. Die Technik mag hier kompliziert erscheinen, orientiert sich aber stark am Cappuccino. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass beim Flat White eine geringere Ziehzeit einzuhalten ist als beim Cappuccino. Hierdurch wird der Milchschaum schön cremig und nicht so steif wie beim Cappuccino.
Die Kunst der Latte Art
Am Ende verziert man den Kaffee mit Latte Art. Mit etwas Geschick kann man so richtige Kunstwerke in den Kaffee zaubern. Diese sehen natürlich schön aus, und sorgen gleich für einen etwas höheren Genussfaktor, gerade wenn sie den Flat White servieren. Daher lohnt es sich, falls man es mit dem Kaffeegenuss etwas ernsthafter angehen möchte, ein wenig Zeit in gute Latte Art zu investieren, so wirkt der gebraute Kaffee gleich professioneller und bekommt eine wertigere Note, wenn sie ihn Gästen servieren.
Da man Flat White typischerweise in einer breiten, bauchigen Tasse serviert, haben sie hier sogar besonders viel Platz um sich künstlerisch ausleben zu können. Ihrer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Allgemein heißt es bei der Kaffeezubereitung immer etwas herumexperimentieren.
Versuchen sie sich einfach so lange an Espresso- beziehungsweise Milchmengen bis sie das für sich perfekte Mischverhältnis herausgefunden haben. Gerade das zubereiten des Milchschaumes auf den Punkt kann am Anfang Probleme bereiten, geht aber nach einiger Zeit gut von der Hand. Auch hier macht Übung den Meister. So hat jeder am Ende sein eigenes Rezept für einen Flat White, weswegen auch dieser nie gleich schmeckt. Werden Sie ruhig erfinderisch, der Genuss einer perfekt abgestimmten Tasse ist es am Ende auf jeden Fall wert. Außerdem können Sie so ganz leicht eine neue Kaffeeart in ihr Repertoire aufnehmen, mit dem sie Freunde und Gäste gleichermaßen beeindrucken können.

