Die verschiedenen Filtermaterialien und Anwendung bei Kaffeefiltern

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Kurz vorab:

Der Text zeigt, wie vielfältig moderne Handfilter heute sind – von klassischen Papierfiltern über nachhaltige Baumwollsäckchen bis hin zu robusten Metallfiltern. Jede Variante beeinflusst Aroma, Handhabung und Nachhaltigkeit. Ein spannender Überblick für alle, die Filterkaffee neu entdecken möchten.

Handfilter erleben derzeit ein Revival, was noch vor einigen Jahren mit der guten Kaffeezeit bei Oma assoziiert wurde, ist längst Kult geworden. Omas Filterkaffee erfreut sich heutzutage wieder großer Beliebtheit und das spiegelt sich auch in der großen Bandbreite an erhältlichen Filtern. Worin genau die Unterschiede liegen erfahren Sie im Folgenden.

Dauerfilter oder Einwegfilter?

Filtertüten, Kaffeefilter, Filterhalter, Einwegfilter und permanent Filtern. Die heutige Vielzahl an Filtern lässt das Herz aller Kaffeefreunde höher schlagen. Dabei gibt es bei der Auswahl, Reinigung und der Aufbewahrung einige Unterschiede zu beachten, zumal es neben den klassischen Einwegfilter aus Papier, die wiederum in einen Filterhalter aus Kunststoff oder Porzellan gelegt werden, auch Permanentfilter, also wiederverwendbare Filter aus Edelstahl und Baumwolle gibt.

Die klassische Papierfiltertüte – Kaffeefilter Made in Germany

1909 entwickelte Melitta Benz eine Filtermethode, die den gängigen Brührückstand des Kaffees am Boden verhinderte und lies sich ihr Verfahren patentieren. Was zu Beginn aus einer Messingdose und einem Löschpapier bestand, entwickelte sich mit den Jahren immer weiter und revolutionierte die Kaffeerituale vieler Menschen. Kaffeefilter samt Filtertüten waren geboren und erfreuen sich noch heute großer Beliebtheit.

Die Vorteile des Papierfilters ergeben sich neben der einfachen Handhabung vor allem darin, dass diese fast zu 100% den Kaffeesud sowie Öle filtern und somit keine Rückstände wie z.B. beim Baumwollfilter, in die Tasse gelangen.

Nachteilig an den Papierfilter ist, dass sie aus ökologischer Sicht schlechter abschneiden als z.B. Permanentfilter, da sie nur einmalig benutzt werden können. Weil es sich um ein Naturprodukt aus Holz handelt, kann beim Aufgießen der Papierbeigeschmack in die Tasse gelangen und den Geschmack des Kaffees dadurch beinträchtigen. Um dies zu verhindern, sollte der Papierfilter daher vor dem eigentlichen Benutzen einmal mit heißem Wasser durchgespült werden.

Mit den Jahren verbesserte sich nicht nur die Qualität der Papierfilter, sondern auch das Material der Filterhalter. Besonders beliebt sind dabei Halterungen bzw. Kaffeefilter aus Kunststoff und Porzellan, in welche die Papierfilter eingelegt werden.

Kunststoff erweist sich dabei als besonders robust und günstig machen jedoch in der Ästhetik einige Abstriche, auch mag nicht jeder den Gedanken, Plastik an seine Lebensmittel zu lassen.

Baumwollfilter/Baumwollsocke

Noch bevor es den Papierfilter gab, war eine gängige Filtermethode die Anwendung von Baumwoll- bzw. Leinenfiltern, die sich noch heute große Beliebtheit in Asien und Lateinamerika, vor allem im Costa Rica (Chorreador de Café) erfreuen.

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Da der Baumwollfilter mehrmals benutzt werden kann, zählt dieser zu den Permanentfiltern, was ihm einen Vorteil zu den gängigen Papierfiltern verschafft.

Er besitzt jedoch den Nachteil, dass das weiße Säckchen sich durch die Kaffeeöle dunkel verfärbt und er daher nach einiger Zeit nicht mehr sehr ästhetisch aussieht. Im Gegensatz zur Papierfiltermethode lässt dieser jedoch mehr Kaffeeöle hindurch, was zu einem kräftigeren Kaffee mit einer reicheren Note führt.

Ein weiterer Nachteil des Säckchens ist sicherlich die Reinigung. Wird das Säckchen nicht täglich gebraucht, sollte es sorgsam mit Wasser gereinigt und anschließend gut getrocknet werden, um eine unangenehme Geruchsbildung und etwaigen Schimmel zu vermeiden.

Wer jedoch auch Draußen oder beim Campen eine leichte, nachhaltige und robuste Möglichkeit sucht, seinen Kaffee aufzubrühen, der trifft mit dem Baumwollsäckchen sicherlich eine gute und günstige Wahl.

Metallfilter

Zu guter Letzt gibt es auch noch Kaffeefilter aus Metall wie Beispielsweise Edelstahl, die seit einiger Zeit den Markt erobern und sich besonderer Beliebtheit in der Outdoorszene erfreuen.

Gegenüber dem Baumwollsäckchen hat dieser den Vorteil, dass man ihn problemlos in der Spülmaschine reinigen kann. Das Material ist zudem äußerst robust und langlebig und lässt im Vergleich zum Papierfilter Kaffeeöle besser hindurch.

Der Kaffeesud bleibt im Filter zurück und kann problemlos in den Biomüll gegeben werden. Für einige mag der Nachteil sicherlich in der Optik des Filters begründen, wo ein Filter aus Porzellan ästhetisch sicherlich besser glänzen kann.

Filterkaffee ist wohl eine der reinsten Formen des Kaffees. Bei der Auswahl nach dem richtigen Filter ist es letztlich eine Frage des Gebrauchs und persönlichen Geschmacks.

Ein Porzellanaufsatz wird sich beispielsweise beim Campingurlaub weniger eignen, dabei allerdingt optisch eine bessere Figur beim Kaffeekränzchen zuhause machen. Hingegen punkten die Vertreter aus Baumwolle, Kunststoff und Metall sicherlich als nachhaltige Alternativen und leichte Begleiter in der Freizeit.

Verwendete Fotos: