Löwenzahnwurzeln als Kaffee-Alternative

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Schwerpunkte im Artikel:
  • Bohnenkaffee
  • Löwezahn
  • Muckefuck

Kurz vorab:

Löwenzahnwurzelkaffee bietet eine aromatische, koffeinfreie Alternative zum klassischen Bohnenkaffee – nachhaltig, regional und einfach selbst herzustellen. Von der Ernte bis zur Röstung gelingt das natürliche Getränk unkompliziert und überzeugt mit wertvollen Inhaltsstoffen. Ideal für alle, die Neues ausprobieren möchten.

Kaffee aus Löwenzahnwurzeln wird als Alternative zum Bohnenkaffee immer beliebter. Er hat einen ähnlich bitteren Geschmack ist aber ohne Koffein und kann zu jeder Tages- und Nachtzeit getrunken werden. Die Pflanze ist regional in einer großen Anzahl verfügbar und für jeden einfach zu ernten. Dann sind es nur noch ein paar Schritte und der selbst zubereitete, köstliche Kaffee kann genossen werden.

Zubereitung

Die Wurzeln (es sollten mindestens 10 Stück sein) im eigenen Garten oder auf einer unbelasteten Wiese ausstechen. Im Frühjahr und im Herbst ist die idealste Zeit dafür. Im Frühling vor der Blüte ist es am einfachsten, da der Boden vom Winter noch locker ist. Die Wurzeln sind dann auch dicker und man hat mehr Ertrag. Im Herbst sind sie kleiner und die Haut ist dünner, aber die gesamten Vitalstoffe der Pflanze haben sich dann in der Wurzel gesammelt.

Diese kann übrigens bis zu einem, manchmal sogar zwei Meter lang werden und es ist völlig in Ordnung, wenn sie beim Ausstechen abbricht. Nach dem Ernten das Blattgrün entfernen und die Wurzeln mit einer Bürste sorgfältig von der Erde befreien. Das geht leichter, wenn sie an trockenen Tagen geerntet werden.

Die Schale enthält die meisten Bitterstoffe. Wer es lieber etwas milder mag, kann sie schälen. Da die Wurzel abfärbt, sollte man Handschuhe tragen. Wer das nicht möchte, kann die Flecken später leicht mit dem Saft einer ausgepressten Zitrone von den Händen entfernen. . 1 cm große Stücke schneiden. Dabei sollte man darauf achten, die Stücke wirklich gleichgroß zu halten, damit sie auch zur selben Zeit trocken
werden.

Danach die Stücke auf einem Blech oder noch besser in einem Sieb (dort kommt die Luft gleichmäßig an die Wurzelstücke) zum Trocknen auslegen. Das dauert ungefähr 1 – 2 Tage. Wer es schneller möchte, kann das Blech auch bei 40° C in den Backofen geben. Dabei aber unbedingt die Tür einen Spalt weit geöffnet lassen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Es ist sehr wichtig, dass alle Stücke wirklich komplett trocken sind, damit sich später kein Schimmel bilden kann.

Nun kommen sie zum Rösten in eine Pfanne und werden langsam bei geringer Stufe ohne Fett erhitzt. Dabei sollte die Pfanne ständig geschwenkt oder umgerührt werden, damit nichts anbrennt. Alternativ kann die Röstung auch im Backofen bei 180° C erfolgen, aber auch hier ist auf die richtige Bräune zu achten.

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Die Wurzelstücke sollten auf keinen Fall so dunkel wie eine Kaffeebohne werden, denn je dunkler sie ist, umso bitterer wird ihr Geschmack. Wer es von Haus aus etwas süßer möchte, kann jetzt noch eine Prise Zucker hinzufügen und diesen karamellisieren. Nach dem Rösten werden die getrockneten Stücke in einer Kaffeemühle gemahlen oder mit einer Küchenmaschine zu Pulver verarbeitet.

Aufbrühen

– Pro Tasse nimmt man einen gehäuften Teelöffel voll. Dann kann man den Kaffee mit heißem Wasser aufbrühen. Wer es lieber möchte, kann den Kaffee auch in einem Kochtopf aufkochen, ca. 1 Minute ziehen lassen und
schließlich absieben. Wer ihn stärker möchte, sollte ihn länger ziehen lassen. – Jetzt kann der Kaffee ganz nach Belieben mit Milch, Zucker, Zimt oder einfach pur genossen werden.

Inhaltsstoffe:

– Vitamin C, E und B
– Inulin, im Herbst bis zu 40 %, deswegen schmeckt der Kaffee dann auch süßer
– viele Carotinoide
– hohe Kaliumkonzentration
– Bitterstoffe

Bei trockener Haut kann sie Linderung verschaffen, da die Elastizität der Haut erhöht wird. Sogar bei einer Krebstherapie können die Inhaltsstoffe der Wurzel die Heilung unterstützen. Von einem Verzehr der Wurzel sollten jedoch Menschen, die unter einem Verschluss der Gallenwege, einem Darmverschluss oder unter Gallensteine leiden Abstand nehmen. Ebenso nicht zu empfehlen ist sie bei einer vorhandenen Allergie gegen Korbblütengewächse.

Verwendete Fotos: