LaCimbali – Kaffeemaschinen aus Italien

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Kurz vorab:

Seit 1930 prägt LaCimbali die Geschichte der Espressomaschinen. Von handgefertigten Kupferkesseln bis zu modernen Vollautomaten steht das Unternehmen für technische Innovation, höchste Qualität und italienische Kaffeekultur auf Weltklasseniveau.

Die Unternehmensgeschichte von LaCimbali

Die Unternehmensgeschichte der bekannten italienischen Marke LaCimbali beginnt im Jahr 1930 mit der Unternehmensgründung, als Giuseppe Cimbali in Mailand sein Geschäft für Kupferbearbeitung eröffnete und mit der Herstellung der ersten Kaffeemaschine, der „Rapida“ begann. Es handelte sich um eine säulenartige Maschine mit einem aufrecht stehenden Kupferkessel in dem das Wasser erwärmt wurde. Beheizt wurde der Kessel mit Brennstoffen wie Holz oder Kohle.

Italien

Die „Albadoro“ und die Weiterentwicklung

1945 kam die erste Maschine mit zwei unabhängigen Kesseln aus dem Hause LaCimbali auf den Markt, die „Albadoro“. Auch sie besaß noch aufrecht stehende Kessel. Erstmalig waren die drei bis sechs Vorrichtungen zur Ausgabe des Kaffees an der Stirnseite der Maschine platziert. Dies erlaubte es, die Maschine bequemer zu bedienen, denn man musste sich während der Zubereitung des Kaffees jetzt nicht mehr um die Maschine herum bewegen. Erstmalig besaß die „Albadoro“ auch eine Vorrichtung zum Anwärmen von Tassen.

Die Maschinen werden alltagstauglicher

In den Jahren 1947 bis 1950 erfuhren die Espressomaschinen von LaCimbali eine Revolution der Technik: Die Elektrizität verbreitete sich immer weiter und es gab erstmalig Hebel, was die Herstellung von Café Crema erlaubte. Durch den Hebel konnte ein höherer Druck erzielt werden, was es möglich machte, aus dem Kaffeepulver mehr Aroma und somit mehr Geschmack zu gewinnen.

1955 gab es die erste Maschine namens „Granluce“ mit Hydraulikaggregat, das ein Patent von LaCimbali war. Erstmalig erfolgte die Ausgabe des Kaffees automatisch, was die Arbeit der Baristas sehr viel einfacher machte. Aufgrund der Hydraulik konnte der Druck des Hebels ersetzt und verstärkt und auf 9 bar erhöht werden. Genutzt wurde dazu nicht mehr eine mechanische Feder sondern der Druck von Wasser. Durch den erhöhten Druck wurde es möglich mehr Aromen aus dem Kaffeepulver zu extrahieren. Aufgrund dieses neuen hydraulischen Patents konnte das Unternehmen sich auf neue ausländische Märkte ausbreiten.

Kaffeetasse

Design und Technik

Im Jahr 1962 gewann ein Produkt aus dem Hause LaCimbali, die „Pitagora“ den renommierten Designpreis „Compasso d’Oro“. Besonders herausgehoben wurde dabei das moderne Design der Maschine mit seinen klaren Linien, das von einem Architekten namens Castiglioni stammte. Die Maschine vereinte außerdem den Werkstoff Edelstahl mit Farbe, die durch Siebdruck aufgebracht wurde. Die „Pitagora“ ist bis heute die einzige Kaffeemaschine, die diesen Preis gewonnen hat und erzielte einen ungewöhnlich hohen Verkaufserfolg.

Zum Ende der 1960er Jahre begannen die ersten Versuche LaCimbalis in Bezug auf die Vollautomatik. Es entstand die „Superbar“, die speziell für den kommerziellen Gebrauch in Kaffeebars gedacht war. Die vollautomatische Maschine produzierte den Kaffee komplett eigenständig vom Vorgang des Mahlens bis hin zur Ausgabe des fertigen Kaffees.

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In den 1970er Jahren produzierte LaCimbali Modelle wie die „M20“ oder auch die „M15“. Diese Produkte funktionierten auf Grundlage einer Elektronik, die sich im Sockel der Maschinen befand: Ein Vorteil für den Barista in Bezug auf die Bedienung der Maschine. Technisch gesehen war in der „M15“ jetzt auch erstmalig ein Magnetventil verbaut.

Die erste elektronische Maschine, die „ET“, kam im Jahr 1983 auf den Markt. In den 1990er Jahren gab es dann neue elektronische Maschinen, wie die „M30“ oder „M31“, die sich automatisch ein und ausschalteten. Im Jahr 1992 kam die „Dolcevita“ auf den Markt, die ein gleichbleibendes Brühergebnis garantieren konnte. Der Kaffee schmeckte also immer 100%ig gleich. Diese neue Technologie trug vor allem zum Erfolg auf Märkten bei, die keine Tradition im Aufbrühen von Espresso oder Cappuccino hatten.

In den 2000er Jahren entstanden Maschinen wie die „M3“ oder die „Q10“. Die „Q10“ zeichnete sich durch ihre kompakte Gestaltung aus und durch eine große Auswahl verschiedener Kaffees. Seit dem Jahr 2012 ist dieses Modell mit einem Milchschäumer ausgestattet. Die „M3“ hingegen läutete eine neue Generation von Kaffeevollautomaten ein. Sie boten eine erhöhte Lebensdauer und eine größere Hygiene. Ab dem Jahr 2011 wurden Maschinen mit Touchscreen oder Bluetooth hergestellt, wie die Modelle „M100“ oder „M39“.

Verwendete Fotos:
1. Kaffeevollautomat. Image by Bảo Đỗ Hoàng Thái from Pixabay
2. Italien. Image by Tonda Tran from Pixabay
3. Kaffeetasse. Image by fancycrave1 from Pixabay