Kaffeesyphon – Old Fashion Kaffeezubereitung mit einem Dampfdruck-Perkolator

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Kurz vorab:

Die Kaffeezubereitung mit dem Syphon ist ein echtes Erlebnis. Der Text erklärt Schritt für Schritt die Handhabung, den Reinigungsaufwand und zeigt, wie durch Unterdruck ein aromatischer Kaffee entsteht, der nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch begeistert.

Kaffeebohnen

Kaffeesyphon – Die faszinierende Zubereitungsmethode für Kaffee

Kaffee ist das in Deutschland beliebteste Getränk und findet bei den meisten direkt schon am Frühstückstisch einen festen Platz. Dabei darf es morgens auch ruhig schnell gehen, sodass ältere, zeitintensivere Zubereitungsarten mit der Zeit in den Hintergrund rückten.

Kaffeekanne

Das Funktionsprinzip

Im Folgenden thematisieren wir den Kaffeesyphon, welcher schon seit dem 19. Jahrhundert bekannt ist und mit dem Grundprinzip des Dampfdruck-Perkolators sowie mit Unterdruck funktioniert. Es gibt grundsätzlich drei Arten des Perkolators: Der zirkulierende Perkulator, der Pump- und der Druckperkulator.

Die Konstruktion enthält zwei Hauptkomponenten: Zwei übereinander liegende Gefäße, die mit einem Rohr verbunden sind. Bei der Bauweise ist es nun wichtig, dass das untere Gefäß vollkommen dicht ist und nur das Verbindungsrohr in der Umgebung mündet.

In dem unteren Gefäß werden nun Luft und Wasser erhitzt, bis sich sowohl Wasser als auch Luft nach oben ausdehnen. Dabei fungiert das Rohr als Verbindungsstück mit dem oberen Gefäß, wohin sich beides nun ausdehnen kann. Das erhitzte Wasser, das sich dann im oberen Gefäß sammelt, vermischt sich mit dem Mahlgut.

Wird anschließend die Hitzezufuhr unterbrochen, kühlt sich das untere Gefäß mit dem restlichen Wasser und der verbleibenden Luft ab und zieht sich wieder zusammen. Folglich entsteht ein Unterdruck, der das Gemisch aus Wasser und Kaffee durch das Rohr wieder in das untere Gefäß saugt.

Nachdem der Vorgang abgeschlossen ist, kann der fertige Kaffee entnommen werden, da dieser bereits gefiltert wurde. Je nach Konstruktion befindet sich auf dem Verbindungsrohr ein Filter aus Kunststoff, Papier oder Baumwolle.

Die Handhabung

Als erstes gilt es, um mittels eines Syphons Kaffee zuzubereiten, Wasser in das untere Gefäß zu füllen und die Verbindung mit dem oberen Gefäß herzustellen. Anschließend legt man unter das Kaffeesyphon eine Hitzequelle und wartet, bis das Wasser die gewünschte Temperatur erreicht hat.

Danach gibt man das gemahlene Kaffeemehl in das heiße Wasser des oberen Gefäßes und verrührt das Gemisch vorsichtig. Dabei ist darauf zu achten, dass man das Glas nicht mit zum Beispiel einem Metalllöffel zerkratzt. Ist dies erledigt, muss nur noch die Hitze für ungefähr 30 Sekunden aufrechterhalten werden, bevor die Hitzequelle entfernt werden kann.

Innerhalb kurzer Zeit wird durch den entstandenen Unterdruck der fertige Kaffee in das untere Gefäß gezogen und kann nach dem Abnehmen des oberen Gefäßes verzehrt werden. Schließlich kann man den Kaffeesyphon reinigen. Die Reinigung ist relativ schwierig.

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Hierzu entnimmt man zuerst den verwendeten Filter und entfernt Rückstände von Kaffeemehl, bevor man sich dem Reinigen der beiden Gefäße widmet. Es empfiehlt sich, von Hand zu spülen, da man beim Verwenden einer Spülmaschine eher selten das gewünschte Ergebnis erreicht. Zum Spülen empfiehlt sich warmes Wasser, Spülmittel und eine Bürste oder alternativ einen Schwamm. Kleinere Ablagerungen von Ruß auf dem unteren Gefäß, die nicht durch warmes Wasser bereinigt werden können, lassen sich mit speziellen Reinigern entfernen.

Der VacPot

Der VacPot gilt als besonders spektakuläre Variante des Kaffeesyphons. Das Funktionsprinzip bleibt gleich: Wasser wird erhitzt, benetzt Kaffeepulver im oberen Gefäß und wird wieder durch Unterdruck in das erste Gefäß gesaugt. Besonders ist hierbei, dass man zum Erhitzen des Wassers einen Petroleumbrenner verwendet, der noch mal eine Alternative zu der gewöhnlichen Herdplatte darstellt.

Verwendete Fotos:
1. Kaffeezubereitung. Image by Claro Cafe from Pixabay
2. Kaffeekanne. Image by Hans from Pixabay
3. Kaffeebohnen. Image by Ralph Mühlfeld from Pixabay