Die Espressomaschine richtig reinigen – Schritt-für-Schritt Anleitung

  • (aktualisiert: )
+ Inhaltsverzeichnis

Schwerpunkte im Artikel:
  • Blindsieb
  • Entkalker
  • Espresso
  • Espressomaschine
  • Filterkaffee
  • Hausmittel
  • Kaffeemaschine
  • Kalkablagerungen
  • Reinigung
  • Reinigungsmittel
  • Vollautomat
  • Wassertank

Kurz vorab:

Regelmäßige und gründliche Reinigung der Espressomaschine sichert den Geschmack des Kaffees und die Langlebigkeit des Gerätes. Alltägliche Pflege und gelegentliche Tiefenreinigungen mit passenden Mitteln sind dafür essentiell.

Die tägliche Pflege – wie wenig Aufwand viel bewirkt

Ist der erste Espresso des Tages zubereitet, darauf wartend Ihren Gaumen zu erfreuen, nutzen Sie den Moment, in dem das Getränk noch zu heiß zum Trinken ist und beginnen Sie mit dem ersten Schritt täglicher Pflege, indem Sie die Dampflanze, welche die Milch aufschäumt, mit einem feuchten Tuch abwischen und anschließend durch einen Dampfstoß reinigen.

Diese beiden kurzen Handgriffe sind in wenigen Sekunden erledigt
und ersparen Ihnen viel Arbeit, wenn Sie es nicht täten, da sich somit gar nicht erst Ablagerungen bilden können. Spezielle Werkzeuge oder Reinigungsmittel sind dafür nicht erforderlich. Wenn Sie mehr als einen Espresso pro Tag trinken, sollten Sie ebenfalls täglich das Sieb reinigen, damit das Wasser ungehindert durchlaufen kann. Auch dieses können Sie mit einem feuchten Tuch abwischen.

Espressomaschine

Sind schon einige Espresso durch die Maschine geflossen, so bietet es sich an, auch den Wassertank täglich zu reinigen, indem Sie heißes Wasser durchlaufen lassen, ohne dabei den Siebträger zu verwenden. Besonders wichtig ist, dass Sie dabei kein Reinigungsmittel nutzen, da dieses ansonsten in die Espressoausgabe gelangen und den Geschmack erheblich beeinträchtigen kann.

Um den täglichen Reinigungsaufwand möglichst gering zu halten, empfiehlt es sich, für die Zubereitung des Espressos sauberes, gefiltertes Wasser zu verwenden. Je weniger Kalk und sonstige Bestandteile das Wasser enthält, desto geringer fallen die Ablagerungen aus und desto einfacher ist die Pflege. Somit benötigen Sie für die tägliche Wartung weder spezielles Werkzeug, noch müssen Sie auf chemische Reinigungsmittel zurückgreifen. Das Einzige, was Sie benötigen, sind Wasser und ein feuchtes, sauberes Tuch.

Was Sie vor einer Tiefenreinigung wissen sollten

Alle zwei Monate sollte es bei jedem Espressomaschinenbesitzer soweit sein, dass die Tiefenreinigung ansteht. Hier ergeben sich für Sie grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten der Pflege. Zum einen können Sie chemische Reinigungsmittel verwenden, die Sie im Supermarkt oder in der Drogerie finden. Sie können Ihre Maschine jedoch auch mit Zitronensäure und/oder Essig bzw. Essigessenz optimal sauber machen.

Beim Einsatz von Zitronensäure oder Essigessenz sollten Sie die Reinigung bei niedriger Temperatur durchführen und anschließend mehrere Leerläufe mit Wasser starten, damit der saure Geschmack hinausgespült wird und Sie Ihren Espresso weiterhin unverfälscht genießen können.

Nutzen Sie statt der beliebten Hausmittel chemische Reiniger, sollten Sie die Reinigungstemperatur auf 80 Grad setzen, um alle Keime und Bakterien effektiv und nachhaltig zu entfernen.

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Im Gegensatz zu den bei niedrigerer Temperatur eingesetzten Hausmittel, greifen chemische Reinigungsmittel jedoch das Material stärker an und wirken auf Dauer ätzend. Führen Sie deshalb eine Tiefenreinigung mit chemischen Mitteln nicht häufiger als zwei Mal pro Monat durch, um das Material zu schonen und möglichst lange Freude an Ihrem Gerät zu haben.

Espresso

Die Tiefenreinigung – so säubern Sie Ihr Gerät richtig

Nun geht es ans Eingemachte. Gehen wir die Tiefenreinigung Schritt für Schritt durch.

Zunächst benötigen Sie statt dem regulären Sieb nun das Blindsieb, welches Sie in die Maschine setzen. Durch dieses führen Sie dann heißes Wasser ein und vermengen es mit dem gewünschten Reinigungsmittel. Je nachdem, welches Sie verwenden, kann die Wassertemperatur zwischen 60 und 80 Grad schwanken.

Setzen Sie dann den Siebträger und das Blindsieb in den Brühkopf und bringen Sie die Pumpe zum Arbeiten. Da das Wasser durch das Blindsieb nicht durchlaufen kann, baut sich somit Druck für das Rückspülen auf. Betätigen Sie dann den Pumpenhebel erneut. Dadurch fließt das Wasser in die Abtropfschale und es werden Reste vom Kaffeeöl sichtbar.

Diesen Vorgang sollten Sie nun so lange wiederholen, bis kein Kaffeeöl mehr, sondern nur noch klares Wasser herauskommt.
Anschließend trocknen Sie die Teile mit einem Handtuch ab und bauen die Maschine wieder in ihren Ursprungszustand zusammen.

Gehen Sie dabei behutsam vor, damit beim Zusammenstecken keine Teile kaputt gehen oder Kratzer entstehen. Bereiten Sie dann einen Espresso zu und reinigen Sie die Brühgruppe, indem Sie mit einer Gruppenbürste drüber gehen. Üben Sie mit diesem Werkzeug nicht zu viel Druck aus.

Bei hartnäckigen Verschmutzungen sollten Sie lieber etwas länger statt intensiver bürsten,
damit das Material geschont wird. Anschließend befreien Sie das Auffangsieb noch von Bakterien, indem Sie heißes Wasser und etwas Reinigungsmittel verwenden. Zum Schluss kommt dann das Entkalken dran. Egal, wie gut Ihr verwendetes Wasser auch gefiltert ist, mit der Zeit bilden sich dennoch Kalkablagerungen, die Sie ganz einfach mit einem handelsüblichen Entkalker, den Sie im Supermarkt oder der Drogerie finden, entfernen können.

Viele Maschinen bieten bereits Entkalkungsfunktionen an, sodass Sie das Mittel nur einfüllen und den entsprechenden Knopf drücken müssen. Verfügt Ihr Apparat nicht über eine solche Funktion, so machen Sie mit dem Entkalker wenigstens einen kompletten Durchlauf und spülen anschließend im Leerlauf frei.

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Vor dem Durchlauf sollten Sie jedoch etwa 10 bis 15 Minuten warten, bis das Mittel eingezogen ist und seine Wirkung entfalten kann. Haben Sie alle Schritte beachtet, steht dem perfekten Espresso nichts mehr im Wege und Ihre Maschine bleibt Ihnen lange erhalten.

Verwendete Fotos:
1. Espresso Kaffeemaschine. Image by Pexels from Pixabay
2. Espressomaschine. Image by gianfrancofalcone from Pixabay
3. Espresso. Image by Werner Lukaszewicz from Pixabay