Das berühmte Chat Noir Café mit Blick auf Montmartre

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Kurz vorab:

Das berühmte Le Chat Noir am Montmartre verbindet historische Bohème-Atmosphäre mit modernem Stil. Wo einst Künstler und Dichter das erste Cabaret prägten, genießen Besucher heute Croissants, französische Klassiker und traumhafte Aussichten. Ein Café voller Geschichte, Charme und kulinarischer Verlockungen.

Das Paris aus den Filmen – jenes mit verschlungenen Gassen, wo sich die kreativen Seelen versammeln und stets verträumte Akkordeonmusik spielt – existiert tatsächlich! Auf der höchsten natürlichen Erhebung der Stadt, dem Montmartre (Märtyrerhügel), finden Touristen und Träumer ihr Postkartenbild von Paris. Um die von weitem sichtbare, schneeweiße Basilika Sacré-Cœur herum führen von Straßenlaternen gesäumte, steile Gassen die Besucher in eine ideale Vergangenheitsvision. Doch es ist keine Illusion: im 19. Jahrhundert fand sich hier eine literarische und künstlerische Hochburg; die poetische Geschichte des Dorfes scheint auch heute noch in der Luft zu vibrieren und jeden Besucher mitzureißen.

Es war stets die Absicht des Gründers Rodolphe Salis, das Le Chat Noir Café den Künstlern dieser Pariser Bohèmebewegung zu widmen und Ihnen einen Platz zum Austausch zu bieten. Er stellte sich ein Café mit der Atmosphäre eines byzantinischen Palastes vor: ein maximalistisches, dekadentes, kronleuchterbehängtes «Cabaret Artistique», bis zum Bersten voll mit kreativer Energie.
Diese Vision hat sich mehr als erfüllt: von der Gründung im November 1881 an, bis zur Schließung im 1897 war Le Chat Noir der Vorreiter der Pariser Nachtclubszene und gilt als das erste moderne Cabaret. Hier gaben sich die großen Namen wortwörtlich die Klinke in die Hand. Diese ereignisreiche Phase des Lokals bleibt bis heute im Kulturgut erhalten durch das millionenfach nachgedruckte Plakat im Art Nouveau Stil, welches Théophile Steinlein einst für das eigene Magazin des Clubs entwarf.

Das Chat Noir Café heute

Diese wilden Zeiten und üppigen Dekorationen sind im Chat Noir Café heute nicht mehr anzutreffen. Das Café besticht mit einer modernen Einrichtung, die monochrom gehalten ist um nicht von der brillianten Aussicht auf den Montmartre abzulenken. Die Atmosphäre ist gleichermaßen gehoben wie entspannt. Die stolze, schwarze Katze vom Steinlein-Poster ist omnipräsent: sie prangt auf den Bistrotischen im Außenbereich, schmückt alle Menükarten, und wacht über ihr Revier vom großen Namensschild über dem Café aus. Das Personal ist herzlich, mehrsprachig und bemüht, den besten Service zu bieten. Es gibt jenen Gästen, die sich in der Französischen Küche nicht gut auskennen, gerne personalisierte Menü-Ratschläge und empfängt geduldig auch Bestellungsversuche in gebrochenem Schulfranzösisch.

Im Angebot sind eine verlockende Anzahl Spezialitäten, die zu jeder Tageszeit zu einem Besuch einladen. Warum nicht den Tag in Paris mit einem Petit Déjeuner hier beginnen, mit einem butterig-sanften Croissant, einem Stück cremigem Käse und einem Café au Lait? In den Mittagsstunden locken duftende Croque Monsieurs (Schinken-Käse-Toasts) oder gebackene Camemberts mit Honig und knusprigem Baguette. Und was wäre am Ende eines kühlen Tages in Paris besser als eine herzhafte, aromatische Zwiebelsuppe?

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Wer sich schon immer einmal an Escargots (Weinbergschnecken) oder Bouillabaise (Fischeintopf) versuchen wollte, wird hier genauso fündig wie jener, dem es nach einer Portion Muscheln gelüstet. Auch den Besuchern mit Berührungsängsten gegenüber Französischen Essen ist gedient mit Steak Frites nach Art des Hauses und einer Auswahl verschiedener Crêpes. Dabei ist es wesentlich, sich auch einen der leckeren Desserts vorzumerken, denn da locken Macarons, Crème Brûlées, Chocolat Fondants und allerlei weitere süße Versuchungen. Zwischen 16:00 und 20:00 lädt das Café zur Happy Hour mit einer vielseitigen Auswahl von Cocktails und unvergesslichen Französischen Weinen ein – es lohnt sich also, zu verweilen.

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