Café Diglas – feinste Wiener Kaffeehauskultur

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Kurz vorab:

Die Café-Diglas-Familie verbindet seit Generationen echte Wiener Kaffeehauskultur mit modernen Ideen wie „Diglas im Glas“. Ob traditionelle Mehlspeisen, eigene Röstungen oder musikalische Abende – jeder Standort bietet seinen ganz eigenen Charme und lädt Gäste zu genussvollen Momenten ein.

Das Café Diglas hat mit seinen vier Standorten in Wien eine lange Traditionsgeschichte. Die Familie hat bereits 1875 einen Fuß in die Gastronomie Wiens gesetzt und sich mit verschiedenen Lokalitäten etabliert noch bevor es 1923 zur Gründung des ersten der vier Cafés kam. Die Gründer waren die Gebrüder Hans und Franz Diglas. Sie bewirteten schnell große Namen, Politiker und Künstler.

Aktuell sind die Kaffeehäuser in 6. Generation unter der Führung von Johann Diglas Jun. und Elisabeth Diglas. Die Beiden haben auch „Diglas im Glas“ ins Leben gerufen. Diese Idee wurde aufgrund der Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie entwickelt. Es handelt sich dabei um eine Take-Away-Station. Hier werden ausgewählte Produkte des Hauses zum Mitnehmen angeboten.

Traditionscafé in der Wollzeile

Dieses Café bietet die klassische und traditionelle Einrichtung eines Wiener Kaffeehauses. Es befindet sich nur 100 Schritte entfernt von dem Wiener Stephansdom. Angeboten werden zur Mittagszeit fünf täglich wechselnde Menüs, Kaffee und Kuchen, nach Oma Rezepten – authentisch und wie früher -, sowie Weine aus eigenem Anbau. Am Abend sorgt ein Pianist für die musikalische Unterhaltung. Die Türen stehen jeden Tag der Woche offen, um hungrige Gäste zu empfangen und zu bedienen.

Tradition und Moderne vereint im Schottenstift

Seit 2016 empfangen die Diglas auch hier ihre Kunden. Hier wird Kaffee aus eigener Röstung angeboten, ebenfalls gibt ein Mittagsangebot, sowie Kaffee und Kuchen. Auch hier gibt es zum Abend was auf die Ohren – ein Pianist trägt auch hier zu einer angenehmen Atmosphäre bei.

Die bewusste Mischung aus traditioneller Einrichtung und Gestaltung mit einem Hauch Moderne zeigt auf, dass diese beiden Elemente sich wunderbar kombinieren lassen. Vor Ort befindet sich auch die „Diglas im Glas“-Station zum Mitnehmen.

Das „kleine Diglas“ am Fleischmarkt

Trotz der geringeren Größe ist diese Filiale vielleicht sogar das Herzstück aller Standorte. Denn hier befindet sich, neben dem Café mit einem klassischen Angebot an Frühstück, die Backstube, welche alle weiteren Standorte mit ihrem Leckereien täglich backfrisch beliefert. Sie besteht seit 140 Jahren und arbeitet mit mindestens genauso alten, traditionellen Rezepten. Die hier angefertigten Speisen werden mit einem Lastenfahrrad – ganz traditionell – an die weiteren Cafés geliefert. Neben sämtlichen Kuchen- und Gebäckvariationen wird hier auch Brot selbstgemacht. Gebacken wird nur mit besten Zutaten. Zu den Spezialitäten und Empfehlungen des Hauses zählen unter anderem die Apfel-Streusel-Tarte, die Bananenschnitte oder die Ribisel-Schaumschnitte.

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Die Meierei-Diglas

Dieser Standort hat sein Angebot um einige moderne Komponenten erweitert und bietet neben den Klassikern auch moderne Interpretationen von Gerichten an. Eine riesige Terrasse lädt dazu ein, die Sommertage und Abende hier zu verleben und bietet, aufgrund der geräumigen Lokalitäten, auch die möglich seine Feier dort zu planen. Zudem ist ein unabhängiger Veranstaltungsraum ebenfalls Bestandteil des Cafés. Es lassen sich Hochzeiten, Firmen- oder Weihnachtsfeiern – oder was auch immer zum Anlass steht – gestalten. Bis zu 50 Personen haben Platz in diesem Raum. Ab einer Gästezahl von 15 Personen wird ein vier Gänge Menü inklusive Aperol angeboten.

Café heute kann also modern sein und muss sich deshalb nicht gleichzeitig von Traditionen verabschieden. Eher im Gegenteil macht genau dieses Paradox die Kaffeehäuser Diglas zu einem ganz besonderen Ort mit viel Charme.

Verwendete Fotos: